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Am Freitagmorgen brannte es plötzlich bei Cabeza de Vaca in der Gemeinde El Paso. Es hätte die erste Feuer-Katastrophe des Sommers werden können. Doch glücklicherweise konnten die Einsatzkräfte vor Ort die Ausbreitung verhindern und hatten den Brand nach wenigen Stunden unter Kontrolle. Der Wald brennt derzeit wie Zunder – deshalb bitte vorsichtig sein!
Derweil gibt es ein neues Feuer bei Garafia welches bisher noch nicht unter Kontrolle ist.
Ein Rettungshubschrauber der GES musste am Donnerstag ausrücken, um einen 59-jährigen Mann zu bergen, der beim Wandern gestürzt war. Durch das schwer zugängliche Gelände im Barranco de Las Angustias war die Rettung eher aus der Luft als auf dem Landweg möglich. Der Verletzte wurde ins Inselkrankenhaus von La Palma ausgeflogen.
Aufgrund der heißen Temperaturen und der hohen Waldbrandgefahr hat die Inselregierung von La Gomera an diesem Wochenende ein Jagdverbot verhängt. Zu gefährlich können schon kleinste Funken sein.
Es hat sich ausgefeiert. Am Donnerstag, 20. August, hat die kanarische Regierung die komplette Schließung des Nachtlebens, auch unter freiem Himmel beschlossen. Damit sollen weiter steigende Zahlen verhindert werden. Diskotheken bleiben geschlossen, die Lokale müssen spätestens um 1 Uhr schließen und Veranstaltungen dürfen nur stattfinden, wenn die Behörden die Genehmigung dafür erteilt haben und strenge Hygieneregeln eingehalten werden. SV-AR
Das fordert der Bürgermeister von Telde, Héctor Suárez, angesichts der steigenden Infektionszahlen. Als G4 sprachen sich während der härtesten Corona-Zeit die Bürgermeister von Santa Cruz, La Laguna und Las Palmas sowie der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, regelmäßig bei virtuellen Treffen über eine koordinierte Vorgehensweise ab. Telde und Las Palmas auf Gran Canaria haben mit 86 beziehungsweise 576 Infizierten derzeit die höchste Infektionsrate.
Nachdem am Donnerstag noch die Hitzewarnung nur für Gran Canaria galt, ist sie am Freitag auf alle Inseln ausgeweitet worden. Im Süden, im Hinterland und in den Bergregionen von Gran Canaria kann das Thermometer bis auf 42 Grad Celsius klettern. Auf den anderen Inseln ist mit bis zu 38 Grad Celsius zu rechnen. Am schlimmsten wird es voraussichtlich im Süden und Westen der Inseln und in den Höhenlagen zwischen 600 und 1.400 Metern. Hinzu kommt noch der Calima.
Also am besten Liegestuhl, Sonnencreme, Meer und ein kühles Getränk !
Die Inselregierung von Gran Canaria bittet ihre Bevölkerung und die Besucher, in den nächsten Tagen nicht in die Berge zu gehen. Angesichts der hohen Temperaturen besteht höchste Waldbrandgefahr. Inselpräsident Antonio Morales wies noch einmal darauf hin, dass alle Waldbrände der jüngsten Vergangenheit menschengemacht waren, meist aus Leichtsinn. Also bitte an der Küste bleiben! Bei diesen Temperaturen macht es ja auch eher Sinn, in den Atlantik zu springen.
Die anhaltende Trockenheit, die allen Kanarischen Inseln zu schaffen macht, wird an den Stauseen von Gran Canaria sichtbar. Der Wasserstand von acht großen Staubecken hat sich in diesem Jahr um mehr als 38 Prozent verringert.
Ein Passant wies Polizisten der Nachtschicht der Policia Nacional in Las Palmas darauf hin, dass er gesehen habe, wie ein Mann in ein Geschäft einbrechen wollte. Die Polizisten konnten den Verdächtigen überraschen und festnehmen. Mit einem 20 Zentimeter langen Brecheisen hatte er das Türschloss aufgebrochen. Der 35-Jährige ist der Polizei bereits einschlägig bekannt.
Am Donnerstag wurden weitere zwei Boote mit Flüchtlingen in den Gewässern rund um die Kanarischen Inseln entdeckt. Ein mit 30 Menschen besetztes Boot wurde von der Guardia Civil nur rund vier Seemeilen von Gran Canaria entfernt gesichtet. Sie erreichten aus eigener Kraft den Hafen von Arguineguín. Noch einen weiten Weg hatten die neun Migranten vor sich, die sich 110 Seemeilen vor Gran Canaria befanden. Sie wurden von der Seenotrettung aufgenommen. In welchen Hafen sie gebracht werden, steht noch nicht fest.
Die Inselregierung von Teneriffa ruft ihre Inselbewohner ebenfalls dazu auf, die Waldgebiete zu meiden. Am Wochenende werden in den Kiefernwäldern auf 1.500 Metern Temperaturen bis 36 Grad, rund 20 Prozent Luftfeuchtigkeit und teils heftige Böen aus Nord-Nordost erwartet. Eine brisante Mischung, deshalb bitte nichts provozieren!
Am Donnerstagnachmittag um 15.20 Uhr wurde mitten in Santa Cruz ein Passant mit einem Messer attackiert. Der 56-Jährige erlitt mittelschwere Verletzungen und wurde ins Krankenhaus Nuestra Señora de África gebracht. Über den Hintergrund der Tat ist derzeit noch nichts bekannt. Die Polizei ermittelt.
„Meine Engel des Meeres“ nannte Arminda aus Santa Cruz die Mitarbeiter des Roten Kreuzes immer. Die Fahne mit dem roten Kreuz wehte an ihrem Balkon, wenn sie an der Playa Las Gaviotas und Playa Chica im Dienst waren. Am Dienstag, 18. August, verstarb sie. Sie war so beliebt, dass die Helfer des Roten Kreuzes von dieser Freundin persönlich Abschied nehmen wollten. Nach ihrem Dienst versammelten sie sich vor ihrem Haus zu einer Schweigeminute und übergaben dem Meer einen Strauß Rosen. Es gibt eben manchmal Nachbarn, die gehen zu Herzen und sie fehlen uns, wenn sie nicht mehr da sind.
Zwei Passagiere, die mit Iberia von Teneriffa nach Madrid flogen, weigerten sich, in der Kabine der Maschine den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Trotz mehrerer Aufforderungen durch das Bordpersonal setzten sie den Mundschutz nicht auf. Andere Fluggäste, die in der Nähe saßen, setzten sich aus Angst vor einer Ansteckung um. Der Pilot verständigte den Flughafen. Bei der Landung wartete die Guardia Civil, um die beiden zu identifizieren. Das wird noch ein Nachspiel haben, jeder kennt doch eigentlich die Regel. Wer sie nicht befolgen will, muss dann eben zuhause bleiben.
Mit diesem Auftrag sind am vergangenen Wochenende 24 freiwillige Helfer losgezogen, um die Küsten an der Punta de Teno zu säubern. Und es hat sich gelohnt – über 100 Kilogramm Müll wurden eingesammelt.
Großes Glück hatten die beiden Insassen, die sich am Donnerstagmorgen auf der TF-5 in Richtung Santa Cruz überschlugen. Ein Mann und eine Frau wurden dabei eingeklemmt, zogen sich aber kaum sichtbare Verletzungen zu. Die Feuerwehr von La Orotava befreite sie aus dem Wrack. Sie wurden vorsichtshalber ins Universitätskrankenhaus gebracht. Wie sich herausstellte, waren sie tatsächlich kaum verletzt.
An der Playa de Punta Larga in Candelaria wurde am Donnerstag die rote Fahne gehisst. Der Grund: Es schwammen Fäkalien in Küstennähe. Bis zur Klärung und Behebung des Problems und der Analyse der Wasserqualität bleibt das Badeverbot bestehen.
Über 105 Strafzettel haben Policia Nacional und die Lokapolizei allein am letzten Wochenende in Arona ausgestellt, wegen fehlender oder falsch getragener Maske und dem illegalen Alkoholkonsum auf der Straße. Die nächtlichen COVID-19-Kontrollen waren angekündigt. Selbst schuld, wer das nicht ernst nahm. Und wieder wird es Wochenende – also bitte Mundschutz nicht vergessen! Auch an diesem Wochenende sind strenge Kontrollen angesagt.
Gießwasser als Leitungswasser verkauft, LKWs, die nicht den Anforderungen entsprechen, ein Mitarbeiter, der nicht ordnungsgemäß angemeldet war ... Die Liste der Vorwürfe gegen einen Unternehmer, der Schiffe im Hafen von Granadilla de Abona mit Trinkwasser betankt, ist groß. Die Guardia Civil ermittelt seit Juli und hat den Verdächtigen nun festgenommen. Ein Frachter wurde vor dem Auslaufen darüber informiert, dass er kein Trinkwasser geladen hatte. Der Konsum von Gießwasser kann für die Crew gesundheitsgefährdend sein. Es stellte sich heraus, dass von 1,8 Millionen Liter Wasser, die der Unternehmer in den letzten fünf Monaten an die Reedereien verkaufte, nur 42.000 tatsächlich aus dem Trinkwassernetz kamen. Dieser Geldhahn ist jetzt erst mal zugedreht.
Die Stadt Granadilla de Abona verteilt in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen Essensspenden an einkommensschwache Familien. Lebensmittel und Hygieneartikel im Wert von über 15.000 Euro sollen helfen.