Lanzarote - schroffer Charme aus Vulkan

Nur rund 140 Kilometer von der marokkanischen Küste entfernt ist diese kanarische Insel Afrika viel näher als Europa. Geprägt wurde sie von dem Ausbruch des Timanfaya im Jahr 1730. Diese Eruption vulkanischer Energie macht bis heute ihr ganz besonderes Flair aus. Vulkanröhren, die zu Konzertsälen werden, gepaart mit der Kraft des Timanfaya-Naturschutzgebietes zeugen davon. Seit 1993 ist Lanzarote von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt.

Kein anderer hat diese Insel mit ihren weißen Häusern und den blau/grünen Fenstern und Türen so geprägt wie ihr berühmtester Sohn, der Architekt und Umweltschützer César Manrique. Was er hinterlassen und mit so viel Liebe zu Lanzarote geschaffen hat, ist immer einen Besuch wert.

Das Strandleben ist vor allem in Playa Blanca im Süden oder in Puerto Carmen und Costa Teguise lebendig. Türkisblaues Wasser und goldgelber Sand verleihen der Playa del Papagayo einen ganz besonderen Zauber. Die Surfer wiederum kommen an der Caleta de Famara mit Blick auf die achte, kleinste Kanareninsel La Graciosa voll auf ihre Kosten. Hier scheint die Zeit einfach stillzustehen.

Mit nur rund 151.000 Einwohnern hat Lanzarote keine großen Städte zu bieten. Dennoch verbreitet die Hauptstadt Arrecife mit ihrem alten Fischerhafen Charco de San Ginés ein schönes Ambiente. Charme hat nicht nur die Hauptstadt sondern auch Yaiza, Teguise und Haría sind immer einen Besuch wert.