45% der Canarios sind Schulabbrecher

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Etwa 45% der Schüler auf den Kanarischen Inseln verlassen die Schule ohne Abschluss. Sie beenden die sogenannte ESO (Educación Secundaria Obligatoria) nicht. Die Zahl der Schulabbrecher liegt um zehn Prozent über dem spanischen Durchschnitt. Ohne Abschluss haben sie nun auf Grund ihrer fehlenden Ausbildung Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt, so der Direktor des kanarischen Arbeitsamtes, Manuel León. Lange Zeit sei es kein Problem gewesen, die Schule vorzeitig ab zu brechen, da man auch ohne Abschluss auf den Kanaren leicht einen Job im Tourismus oder auf dem Bau finden konnte. Dies machte für viele die Schulausbildung unattraktiv. Jetzt hat sich das Blatt aber gewendet. Von der Arbeitslosigkeit sind derzeit etwa 50% der jungen Canarios unter 30 Jahren betroffen. Und auch gut Ausgebildete finden derzeit einfach keinen Job. Junge Menschen ohne Abschluss haben daher auf dem kanarischen Arbeitsmarkt so gut wie gar keine Chance. Um dazu Lösungen zu finden, organisiert die Kanarische Regierung eine Europäische Tagung zur Beschäftigung junger Menschen auf den Kanaren, die am 12. und 13. April in Las Palmas auf Gran Canaria stattfindet. Dort bekommen junge Menschen Tipps zur Arbeitssuche oder Fortbildung – auch im Ausland. Aber auch der Unternehmergeist soll geweckt werden.

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