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Die Luft auf Lanzarote ist nicht so sauber wie sie scheint

Straßenverkehr und Industrie sind Schuld daran, dass 94% der spanischen Bevölkerung unsaubere und schädliche Luft einatmen müssen, so die spanische Umweltschutzorganisation „Ecologistas en Acción“ . Und auch auf den Kanaren ist die Luft nicht so sauber wie man meint. Größte Luftverschmutzer auf den Kanaren sind die E-Werke auf den Inseln und die Raffinerie in Santa Cruz auf Teneriffa. Aber auch die Schiffe, die an den Inseln vorbei fahren, blasen jede Menge Schadstoffe in unsere Luft. In dem Bericht von „Ecologistas en Acción“ über die Luftqualität auf den Kanaren wurden vor allem Feinstaub, Stickstoffdioxid, Ozon und Schwefeldioxid als Hauptschadstoffe für das Jahr 2011 genannt. Besonders der Staub macht uns auf den Inseln zu schaffen. Dem Bericht zu Folge gab es auf den Inseln besonders viel Staub der Kategorie PM 10. Das ist die Kategorie für Teilchen, deren aerodynamischer Durchmesser weniger als 10 Mikrometer (10 µm) beträgt. Besonders oft wurde der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Höchstwert auf Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura überschritten. Besorgniserregende Schwefeldioxid-Werte wurden auf der Insel Teneriffa gemessen – besonders im Bereich von der Hauptstadt Santa Cruz. Über 47 mal wurde im letzten Jahr der von der WHO angegebene Höchstwert von 20 mg/m3 dort überschritten, in anderen Gebieten sogar noch häufiger. Die höchsten Ozonwerte wurden 2011 auf den kleinen Inseln La Gomera, La Palma und El Hierro gemessen, aber auch auf Lanzarote und Fuerteventura. An über 46 Tagen wurden hier Konzentrationen gemessen, die von der WHO als gesundheitsschädigend eingestuft werden.

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