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Soria lässt Einwände der Kanaren nicht gelten

Spaniens Energie-Minister, José Manuel Soria, will nicht auf die Einwände der Kanaren eingehen und treibt die Genehmigung für Ölbohrungen vor der Küste von Lanzarote und Fuerteventura weiter voran. Spanien könne sich den Luxus nicht erlauben, auf die Ölsuche zu verzichten, und die spanische Zentralregierung unterstütze jegliche Bemühungen von Firmen, die dazu beitragen, die Energieabhängigkeit von anderen zu verringern, sagte der Minister. So besteht er weiter darauf, dass die Firma Repsol Ölplattformen nur 60 km vor der Küste der Kanaren errichten kann. Es wird damit gerechnet, dass das Ölvorkommen vor den Inseln den spanischen Energiebedarf bis zu 10% decken kann. „Das ist keine ideologische Angelegenheit, sondern eine Sache des gesunden Menschenverstandes“ so Soria.

Die Menschen auf den Kanaren sehen das aber anders. Sie sehen sich in ihrer Existenz massiv bedroht. Denn auf den Kanaren lebt man vom Tourismus. Doch sind Tourismus und Ölplattformen kompatibel? Wie weit geht die Umweltverschmutzung, auch wenn es keinen Ölunfall gibt? Wie hoch ist das Risiko? Und kommen die Urlauber auch wenn vor der Küste nach Öl gebohrt wird? Das alles sind Fragen, auf die es keine Antwort gibt und die bisher vom Energieminister einfach herunter gespielt werden. Deshalb wollen die Menschen hier protestieren. Am 24. März ist eine große Demonstration simultan auf Lanzarote und Fuerteventura gegen die Ölbohrungen geplant. Treffpunkt auf Lanzarote: 19.00 Uhr vor dem alten „Cabildo“ in der Calle Real.

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