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Was Du nicht willst das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu

Dieses Sprichwort sollte eigentlich für die Partei Partido Popular in Spanien gelten. Es geht natürlich um unser aktuelles Thema: die Ölbohrungen vor den Kanaren. „Dieses Öl zerstört das Meer und den Tourismus und bringt nur Gewinn für die Firma, die die Bohrungen durchführt". Diese Aussage stammt nicht vom Kanaren-Präsidenten Paulino Rivero oder von unserem Inselpräsidenten hier auf Lanzarote, Pedro Sanginés, sondern vom Vizegeneralsekretär der PP (Partido Popular), der absolut gegen die Ölbohrungen ist - in Valencia. Denn komischerweise möchte die Partido Popular Ölbohrungen im Golf von Valencia verhindern. Hier auf den Kanaren hält die PP die Suche nach Öl jedoch für unverzichtbar. Das Lustige daran ist ja, dass die Politiker dort die gleichen Argumente vorbringen wie die Politiker hier auf den Kanaren. Nur dort sind es die Parteifreunde der derzeit regierenden Partei – und hier eben die Opposition. Das Ganze scheint ein absolutes Politspiel zu sein - und wir sind mittendrin. Für die Menschen in Valencia geht es doch um das Gleiche wie für uns hier. Sie werden ihrer Lebensgrundlage beraubt, denn auich dort lebt man vom Tourismus. Was nur nicht sein darf, dass man regionale Unterschiede macht. Hier geht es einfach nicht um die Sache, sondern um Parteizugehörigkeiten und um Machtspiele. Die PP von Valencia hat jetzt eine Eingabe gemacht, um die Probebohrungen der Firma Cairn Energy im Golf von Valencia zu verhindern (die Genehmigung stammt übrigens vom sozialistischen Präsidenten Zapatero). Das ist ganz praktisch: Denn die Politiker hier brauchen diese Eingabe nur noch abschreiben und mit ihren Daten versehen. Die Argumente gegen das Öl sind absolut identisch.

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