Camper auf Lanzarote protestieren weiter

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Etwa 100 Fahrzeuge kamen am Sonntag zu den Protesten des Campervereins. Diesmal protestierten die Camper der Insel nicht nur für die Öffnung des Campingplatzes an den Papagayostränden, sondern allgemein für die Bereitstellung von Flächen, die zum Campen geeignet sind. Der Vorsitzende des Campingvereins, José Saavedra, zeigte sich zufrieden mit der Beteiligung und wähnte die Veranstaltung „als Erfolg“. Auf Lanzarote gibt es nur einen einzigen offiziellen Campingplatz bei den Papagayostränden. Dieser bleibt aber in diesem Jahr geschlossen, weil der Gemeinde Yaiza das Geld fehlt aber – was noch viel schlimmer ist – auch die notwendigen Genehmigungen. Dort, wo das Campen bisher geduldet wurde – in Caleta de Caballo – wurden die Camper aber auch vertrieben. Auch in Arrieta wurde der Zugang zum Strand verrammelt. In diesem Jahr gibt es also keinen Platz auf der Insel, wo die Camper ihre Zelte, Wagen oder Wohnmobile aufstellen können. Und das ist für viele sehr bedrückend. Zum einen hat Camping auf der Insel Tradition. Recht viele Familien besitzen einen Campingwagen oder ein Wohnmobil und in Zeiten der Krise ist es eine günstige Art und Weise, Urlaub zu machen. Denn bei vielen sitzt das Geld nicht mehr so locker und so haben sie wenigstens im Sommer ein bischen Spaß – der ihnen jetzt auch noch genommen wurde. Es sieht auf jeden nicht danach aus, dass das Campingproblem auf Lanzarote in diesem Sommer noch gelöst werden könnte.

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