Feuerwehrleute von Lanzarote finden Rettungsgebühren ungerecht

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Die Feuerwehrleute des Notfall-Konsortiums von Lanzarote haben sich gegen die derzeitige Praxis ausgesprochen, dass das Konsortium die Einsätze den Bürgern der Insel berechnet. Im letzten Jahr wurde damit begonnen, dass die Einsätze der Feuerwehr und anderen Rettungsdienste, den Bürgern Lanzarote ganz normal als Dienstleistung in Rechnung gestellt werden. Dazu gibt es einen Erlass aus dem Jahre 2008. Die Feuerwehrleute finden das insofern nicht gut, weil die Bürger ohnehin traumatisiert seien, wenn sie ihre Wohnung durch einen Brand verlieren oder einen Unfall erleiden. Dem Konsortium fehle es an Einfühlungsvermögen, diesen Verlust auch noch mit einer Rechnung zu beantworten. Außerdem hätten viele Bürger Angst eine Rettungsaktion bezahlen zu müssen und riskierten daher ihr eigenes Leben, weil sie eben keine Retter rufen würden. Außerdem wäre es ja total ungerecht, wenn die Bürger neben ihrer Versicherung auch noch die Retter bezahlen müssten, wenn sie in Not gerieten. Nach Meinung der Feuerwehrleute sollte das Konsortium die Rechnung doch gleich an die Versicherungsgesellschaften stellen. Das würde dem Bürger so manchen Ärger ersparen. Ein Ausnahme bildet da aber die Fahrlässigkeit. Im Falle einer absoluter Pflichtverletzung durch den Bürger sollte dieser dann auch die Rechnung dafür tragen.

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