Illegale Einwanderer auf Lanzarote wollen gegen spanischen Staat klagen

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Die Überlebenden des Flüchtlingsbootes, das am 13. Dezember letzten Jahres vor der Insel Lanzarote gegen ein Patrouillenboot der Guardia Civil gestoßen und daraufhin gekentert ist, wollen eine Gemeinschaftsklage gegen den spanischen Staat einreichen und gleichzeitig gerichtlich gegen ihre Ausweisung vorgehen. Obendrein haben sie dazu noch die Anwälte der Gerichtshilfe in Anspruch genommen. Der Dekan der Anwaltskammer der Provinz Las Palmas bestätigte, dass zwei Anwälte der Kammer von Amts wegen die Klage der 17 illegalen Einwanderer vorbereiten. Das Flüchtlingsboot war am 13. Dezember 2012 vom Radar der Guardia Civil vor Costa Teguise entdeckt worden. Daraufhin war ein Patrouillenboot ausgerückt, um die illegalen Einwanderer ab zu fangen. Aus irgendeinem Grund stießen die Boote jedoch zusammen und das Flüchtlingsboot kenterte, wobei nur 17 Überlebende gerettet werden konnten. Sieben Menschen verschwanden in den Fluten. Die Überlebenden wollen jetzt gerichtlich ihre Ansprüche durchsetzen - der spanische Steuerzahler muss dafür aufkommen. (Das erinnert irgendwie an die Geschichte des Einbrechers, der vom Hausbesitzer erwischt und verletzt wird. Daraufhin verklagt der Einbrecher den Hausbesitzer auf Schadensersatz (!).... )

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