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GC-Las Palmas: Politik auf Kosten von Menschenleben

Der Kapitän der „Salvamar Menkalinan“, die Teil der Flotte der kanarischen Seenotrettung ist, glaubte am Montagabend seinen Ohren nicht zu trauen, als ihm gefunkt wurde, dass die 41 Flüchtlinge, deren Boot er gerade längsseits sichern konnte, von der Guardia Civil gerettet und nach Teneriffa gebracht werden sollten. Zu diesem Zeitpunkt befanden sie sich 24 Kilometer vor der Küste von Gran Canaria. „Ich kann doch die Leinen nicht einfach lösen, bevor das Boot da ist. Wir spielen hier mit Menschenleben“, beklagte der Kapitän fassungslos. Es ist nicht das erste Mal, dass Flüchtlinge nach Teneriffa gebracht werden, weil die Kapazitäten überfüllt sind. Aber man kann ja nicht aufhören zu retten,weil die anderen noch nicht da sind. Die Retter harrten aus, bis die Guardia Civil zur Stelle war. Inzwischen sind die Menschen in Los Cristianos angekommen. Zwei mussten mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
SV-AR

 

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