Marokkanerin wird von Nachbarn bedroht

Teneriffa / San Isidro » von

Die 58-jährige Marokkanerin Mbarka Bouquara aus San Isidro fühlt sich bedroht. Seit acht Jahren bewohnt sie eine Wohnung für die sie 120 Euro an die Bank bezahlt. Nachbarn haben ihr 2.000 Euro geboten, wenn sie auszieht. Sie drohen ihre Tür zu versperren, ein Stein zerschlug ihre Fensterscheibe und vor dem Haus kam es zu einem Streit zwischen Familienangehörigen und einer Gruppe kanarischer Nachbarn. Mbarka fühlt sich bedroht. Ihr Mann ist wegen der Pandemie in Mauretanien und kann nicht ausreisen. Familienangehörige und Freunde sind bei ihr eingezogen. Sie hat Angst. Und die Polizei? „Die macht nichts, bevor nicht Blut fließt“, meint Mbarka. San Isidro ist ein Arbeiterviertel, in dem Familien mit hunderten verschiedener Nationalitäten zusammenleben. Bislang meist friedlich.

SV-AR

Zurück