Müllverbrecher verschifften gefährlichen Müll nach Afrika

Kanarische Inseln » von

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Die Guardia Civil hat in Zusammenarbeit mit Europol die Operation „Basel-TF“ abgeschlossen, die zur Festnahme und Ermittlung gegen 34 Personen geführt hat. Es geht in diesem Fall um hochgefährlichen Umweltmüll, der in afrikanische Länder wie Senegal, Ghana, Gambia, Togo, Benín, Guinea Conakry, Sierra Leone und vor allem nach Nigeria verschifft wurde. Insgesamt 2.5 Millionen Kilogramm gefährlicher Restmüll soll so von Teneriffa nach Afrika geschafft worden sein. Der mutmaßliche Gewinn für die Bande beläuft sich auf rund 846.000 Euro. Eine der Hauptverantwortlichen ist eine 62-jährige Italienerin aus El Fraile, die für die Verschiffung die Papiere gefälscht hatte. Der Elektroschrott wurde mit falschen Zertifikaten als gebrauchte Elektronikware deklariert. Statt zum Weiterverkauf waren sie zur Entsorgung vorgesehen: Auf Müllhalden unter freiem Himmel, auf denen meist Kinder ohne jeglichen Schutz arbeiten. Zudem gibt es in diesen Ländern kaum Umweltschutzgesetze, so dass gefährliche Substanzen wie Kadmium, Quecksilber, Blei, Arsen, Phosphor, gefährliche Öle und ozonschädigende Gase ungefiltert in die Umwelt gelangen. Circa 138 illegale Mülltransporte soll es 2018 und 2019 gegeben haben. Gegen 40 Personen auf Teneriffa und Gran Canaria wird ermittelt. Die meisten Verdächtigen sind afrikanischer Abstammung.

SV-AR

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