Flüchtlingstragödie vor El Hierro

El Hierro / Valverde » von

Fischer entdeckten am Sonntagmorgen zufällig ein Flüchtlingsboot rund 120 Meilen südlich von El Hierro und alarmierten die Seenotrettung. Viele Menschen würden sich  kaum noch bewegen. Sie warfen ihnen Wasser und Kekse zu. Von den 23 Migranten aus der Westsahara waren vier bereits tot. Sechs befanden sich in einem sehr kritischen Zustand und wurden deshalb mit einem Hubschrauber evakuiert. Zehn weitere, zum Teil sehr geschwächte Menschen, wurden von einem zweiten Hubschrauber abgeholt und die restlichen Drei von einem dritten Helikopter. Insgesamt 16 der 19 Überlebenden mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die zum Teil stark geschwächten Menschen wurden nach Teneriffa ausgeflogen und dort auf mehrere Krankenhäuser verteilt. Mit diesen Toten hat sich die Zahl der Menschen die ihr Leben auf der Kanarenroute verloren haben auf 47 erhöht. Die Geretteten erzählten, dass eigentlich 69 Menschen auf dem Boot waren und sie schon seit dem zweiten Tag kein Essen und Wasser mehr hatten. Ob diese Angabe stimmt ist noch nicht bestätigt.

SV-AR

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