Der Richter Tomás Luis Martín Rodríguez, welcher auf Gewalt gegen Kinder und Jugendliche spezialisiert ist, hat die Untersuchungsabteilung Nr. 3 am Gericht erster Instanz von Las Palmas de Gran Canaria, beauftragt, die Einleitung eines Strafverfahrens gegen die zwölf Beschuldigten der „Operation Íncubo“ anzuordnen. Bei dieser Operation wurde ein mutmaßliches Netzwerk zur sexuellen Ausbeutung von Minderjährigen sowie zur Anbahnung und Prostitution von Kindern auf Gran Canaria aufgedeckt. In einem Beschluss vom 22. September stellte der Untersuchungsrichter hinreichende Anhaltspunkte für Straftaten bei allen Beschuldigten fest und ordnete die Durchführung des ordentlichen Verfahrens an. Dieses ist für Delikte vorgesehen, bei denen das abstrakte Strafmaß neun Jahre Haft übersteigt und in besonders schweren Fällen bis zu zwölf Jahre pro Tat betragen kann.
Das Verfahren beruht auf den Ermittlungsberichten der Nationalpolizei und der Polizei der Kanarischen Inseln, die ein mutmaßliches Netzwerk mit Verbindungen in Las Palmas de Gran Canaria, San Bartolomé de Tirajana, Agüimes und weiteren Ortschaften der Insel aufdeckten.
Bei den mutmaßlichen Opfern handelt es sich um Mädchen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren.
PG-AR