Vor 15 Jahren richteten sich alle Blicke auf die Küste von La Restinga auf El Hierro. Im „Mar de las Calmas“ waren ein seltsames Brodeln und ein starker Geruch die ersten sichtbaren Anzeichen für das Geschehen unter Wasser. Etwa zwei Kilometer vor der Küste und in 400 Metern Tiefe bahnte sich ein Unterwasservulkan seinen Weg nach oben: der Tagoro.
Die Eruption begann am 11. Oktober 2011, doch die Geburtsphase hatte schon viel früher eingesetzt. Bereits seit Juli kam es zu einer Serie von Erdbeben. Im September begann die Bevölkerung von El Hierro, die Erschütterungen zu spüren. Am 27. September wurde das stärkste Beben mit einer Magnitude von 3,6 registriert. Die Ungewissheit wuchs so stark, dass der Unterricht in Frontera aufgrund der Gefahr von Steinschlägen ausgesetzt werden musste.
Dann folgte eine Nachricht, die für eine gewisse Erleichterung sorgte: Es handelte sich um einen Unterwasserausbruch. Die rund 600 Einwohner von La Restinga wurden wegen der Gefahr giftiger Gase evakuiert und kehrten zehn Tage später zurück. Im November führte das Auftauchen von Aschesäulen zu einer erneuten Räumung.
In den folgenden Monaten verwandelte sich der Meeresboden vor El Hierro in ein riesiges Naturlabor. Der Ausbruch dauerte bis März 2012 an.
PG-AR
»



