Die Kanarische Regierung hat bekannt gegeben, dass zum ersten Mal auf den Kanarischen Inseln das West-Nil-Virus bei drei Pferden auf einem Reiterhof in San Bartolomé de Tirajana festgestellt worden ist. Das Gesundheitsamt hat in Zusammenarbeit mit dem Ressort für Viehwirtschaft und dem Institut für Tropenkrankheiten der Universität von La Laguna das Protokoll zur epidemiologischen und entomologischen Überwachung aktiviert.
Das Virus wurde von einem Pferd aus Frankreich, mit Zwischenstopp in Sevilla, vor etwa zwei Monaten eingeführt.
José Díaz-Flores, Generaldirektor des Gesundheitsamtes, erklärte: „Die klinische Überwachung im Bezirk Maspalomas wurde verstärkt, insbesondere im Hinblick auf Patienten, die neurologische Symptome aufweisen könnten, die mit einer Infektion durch das West-Nil-Virus vereinbar sind, und die zuvor in dem betroffenen Gebiet gewohnt oder sich dort aufgehalten haben.“
Das Virus wird vor Allem von Mücken der Gattung Culex auf Pferde oder Menschen übertragen.
Der Nullpatient, in diesem Fall das aus Frankreich angereiste Pferd, fiel auf, als es die entsprechende Symptomatik zeigte und die Veterinärmedizinerin des Zentrums den entsprechenden Test durchführte.
Die Infektion verläuft beim Menschen in 80 Prozent der Fälle symptomlos. Etwa 20 Prozent entwickeln eine grippeähnliche fieberhafte Symptomatik. Nur jeder 150. Infizierte, in der Regel ältere oder geschwächte Patienten, erkrankt schwer und entwickelt eventuell eine Meningitis.
MP-AR
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