Am Freitag jährte sich der Delta-Sturm zum 20. Mal. Es war der erste Tropensturm, der sich über dem Atlantik drehte und Kurs auf die Kanaren nahm. In Izaña wurde damals eine Windgeschwindigkeit von 248 Stundenkilometern gemessen – das ist bis heute spanischer Rekord. An der Küste waren es immerhin noch 152 Stundenkilometer. Jeder, der diesen Sturm miterlebt hat, erinnert sich wie heute. Es knickten 40 Hochspannungs- und 150 Strommasten wie Streichhölzer um. Über 350.000 Menschen waren vier Tage lang von der Stromversorgung abgeschnitten. Laut Versicherungen war es der bislang schlimmste Sturm in Spanien. Auf Fuerteventura kostete er einer Person das Leben. Sechs Migranten erlitten Schiffbruch und ertranken. In der oberen Etage des Nordkrankenhauses in La Laguna barsten die Fenster und die Patienten mussten evakuiert werden. Auf dem Nordflughafen trieb der Sturm 150 Tonnen schwere Flugzeuge am Boden vor sich her. Der legendäre Felsen Dedo de Diós in Agaete stürzte ins Meer. Bis heute ist dieser Sturm unvergessen.
SV-AR
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