Kanarische Inseln: Kriminalfall jährte sich zum 55. Mal

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Kriminalfall

Am Donnerstag jährte sich ein skurriler Kriminalfall in Santa Cruz zum 55. Mal. In einer Wohnung in der Calle Jesús de Nazareno lebte eine deutsche, sehr religiöse Familie. Der 16-jährige Sohn, der nach eigenen Aussagen in seiner 41-jährigen Mutter Dagmar „das Böse sah“, tötete sie und anschließend seine beiden Schwestern Petra und Marina. Der 39-jährige Vater Frank Alexander saß nebenan und spielte Klavier. Nach der Tat versuchten die Männer, die Frauen zu zerstückeln.
Am nächsten Tag gestanden sie die Morde der 15-jährigen Sabine, der Zwillingsschwester von Petra. Sie überlebte nur deshalb, weil sie als Babysitterin in La Laguna arbeitete und nicht zu Hause war. Die beiden Täter stellten sich danach der Polizei. Der Vater gab vor Gericht an, die Frauen seien durch das Opfer befreit worden und sein Sohn sei ein Prophet Gottes. Das Gericht entschied, dass Vater und Sohn wegen psychischer Störungen nicht strafmündig seien, und verurteilte sie zu lebenslanger Sicherheitsverwahrung in einer psychiatrischen Klinik. Nach 23 Jahren nutzten sie einen Freigang, um zu verschwinden. Seitdem fehlt von ihnen und Sabine jede Spur.
SV-AR

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