Obwohl alle paar Tage ein Flüchtlingsboot in der Nähe der Kanaren gesichtet wird, ist die Anzahl der Flüchtlinge, die die Kanaren über das Meer erreichen, im Vergleich zum letzten Jahr um 57 Prozent gesunken. Bis 31. August haben 5.163 Personen in 70 Booten den Archipel erreicht, im Vorjahreszeitraum waren es 12.126.
Die Studie „Ruta Atlántica, Sahel y Canarias“ kommt jedoch zu dem Schluss, dass dies nicht unbedingt einen Rückgang der migratorischen Bewegungen bedeutet. Laut der Studie haben die vermehrten Kontrollen im Senegal und in Mauretanien vielmehr dazu geführt, dass sich die Ausgangspunkte der Routen südlich nach Gambia, Guinea und Guinea-Bissau verlagert haben. Damit werden die Routen teilweise auf 2.000 Kilometer und die Tage auf See verlängert, womit sich die Lebensgefahr für die Flüchtlinge erhöht.
Die Verfasser der Studie fordern dringend die Erweiterung der Überwachung südlich gelegener Ausgangspunkte und Routen.
MP-AR
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