Wenn ein toter Delfin an den kanarischen Küsten gefunden wird, führt das Amt für Veterinärmedizin gewöhnlich eine Nekropsie durch, um die Todesursache festzustellen.
Vor einiger Zeit hat man an der Fakultät für Veterinärmedizin der Universität Las Palmas (ULPGC) ein neues Verfahren hinzugefügt. Solange es der Verwesungszustand und das Gewicht des toten Delfins erlauben, werden mit dem CT der Fakultät Schichtröntgenaufnahmen des Tieres gemacht. Danach erst geht man zur Nekropsie über, die zusätzliche Daten beispielweise zum Gewebe liefert.
Bislang wurden 27.000 Aufnahmen von acht Exemplaren von sechs verschiedenen Spezies angefertigt. Die DICOM-Archive wurden in die Cet.CT-Bank eingespeist. Die Arbeit wurde in „Scientific Data“ publiziert.
Mit den CT-Bildern soll die Künstliche Intelligenz die Anatomie von Delfinen erlernen.
Auch könnte diese Initiative durch Rückgriff auf die Datenbank und ihre Informationen in Zukunft virtuelle Nekropsien ermöglichen.
MP-AR
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