Ungeachtet aller Gleichstellungs- und Anti-Gewalt-Kampagnen nimmt die Gewalt in Beziehungen immer mehr zu. Im ersten Halbjahr dieses Jahres gingen in der Notrufzentrale 112 fast 10.000 Anrufe wegen häuslicher Gewalt ein. Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Mehr als 59 Prozent waren dringende Hilferufe, was bedeutet, dass die Frau in unmittelbarer Gefahr war. In 1.117 Fällen wurden Hilfsangebote für misshandelte Frauen (DEMA) in Anspruch genommen. Insgesamt 219 Frauen und 92 Kinder wurden in Notunterkünften untergebracht, um sie vor ihren Aggressoren zu schützen. Alarmierend ist in diesem Zusammenhang, dass zunehmend sehr junge Frauen zu Opfern in Beziehungen werden. In 165 Fällen waren die Opfer noch minderjährig. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs um 34 Prozent.
SV-AR
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