Wissenschaftliche Daten belegen, dass 40 Prozent der auf den Kanaren gestrandeten Pottwale Anzeichen für eine Schiffskollision aufweisen. Olivia Marín Delgado, Forscherin der Universität von La Laguna (ULL), erklärt in ihrer Doktorarbeit, dass die Pottwale bei ihrer Nahrungssuche in Tiefen bis zu 2.000 Metern abtauchen und danach an der Wasseroberfläche regelrecht verschnaufen. Während dieser Erholungsphase können sie sich nicht bewegen und nicht den lauten Schiffen ausweichen – daher die gefährlichen Kollisionen.
Frau Marín Delgado hat in ihrer These ein System entwickelt, das anhand von Infrarot-Wärmebildkameras die warmen Körper der Pottwale erkennt und die Schiffe zum Ausweichen bringt. Das Forschungsteam der ULL arbeitet nun mit der Reederei Fred Olsen zusammen und führt unter realen Navigationsbedingungen Tests an Bord von zwei ihrer Schnellschiffe durch.
MP-AR
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